Lungenkrebs-Screening mit Niedrigdosis-CT
RADIOLOGIE KW
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Seit April 2026 ist die Früherkennung von Lungenkrebs mittels Niedrigdosis-Computertomographie (Low-Dose-CT) eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Das strukturierte Programm richtet sich an Menschen mit erhöhtem Lungenkrebsrisiko durch langjähriges Rauchen.
Ziel ist es, Lungenkrebs in einem frühen, gut behandelbaren Stadium zu erkennen – bevor Beschwerden auftreten.
Unsere Praxis erfüllt die strengen Qualitätsanforderungen des Programms und führt das Screening in Königs Wusterhausen durch.
Lungenkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland und verursacht in frühen Stadien meist keine Beschwerden – er wird deshalb oft erst spät entdeckt. Das Screening setzt genau hier an: Zwei große Studien, die US-amerikanische NLST-Studie und die europäische NELSON-Studie, haben gezeigt, dass die regelmäßige Niedrigdosis-CT bei langjährigen Raucherinnen und Rauchern Lungenkrebs früher erkennt und die Lungenkrebssterblichkeit senkt.
Eine Teilnahme ist möglich, wenn alle folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:
Auch aktive Raucherinnen und Raucher können teilnehmen – ein Rauchstopp ist keine Voraussetzung. Die wirksamste Maßnahme zur Senkung des Lungenkrebsrisikos bleibt er trotzdem.
Die Teilnahmekriterien sind gesetzlich festgelegt: Früherkennungsuntersuchungen mit Röntgenstrahlung sind nur für Personengruppen zulässig, bei denen der erwartete Nutzen die Strahlenexposition klar überwiegt. Außerhalb dieser Kriterien ist eine CT des Brustkorbs deshalb nur als diagnostische Untersuchung bei Beschwerden oder konkretem medizinischem Verdacht möglich.
Das Screening erfolgt an unserem modernen Computertomographen Canon Aquilion Serve SP mit KI-gestützter Bildrekonstruktion und speziellen Niedrigdosis-Protokollen. Die eigentliche Aufnahme dauert nur wenige Sekunden, der gesamte Termin wenige Minuten. Es ist kein Kontrastmittel erforderlich, es sind keine Nadeln notwendig. Die effektive Strahlendosis liegt typischerweise bei etwa 0,4 bis 1,0 mSv – das entspricht ungefähr der natürlichen Strahlenbelastung von zwei bis sechs Monaten in Deutschland.
Den Befund erhält Ihre überweisende Praxis. Auffällige Lungenherde werden nach einem standardisierten Schema beurteilt; zusätzlich unterstützt eine speziell für die Lungenbildgebung trainierte KI-Software die Auswertung. Die weit überwiegende Zahl der Untersuchungen ist unauffällig – dann folgt die nächste Screening-Untersuchung nach einem Jahr. Diese jährlichen Abstände sind bewusst gewählt: Ob eine kleine Veränderung harmlos ist, zeigt sich oft erst im Verlauf – gutartige Herde bleiben stabil, bösartige wachsen. Zeigt sich ein abklärungsbedürftiger Befund, erfolgt die weitere Diagnostik strukturiert und leitliniengerecht in enger Zusammenarbeit mit unseren klinischen Partnern und einem spezialisierten Lungenkrebszentrum.
Die Kosten der Lungenkrebsfrüherkennung werden im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Voraussetzung ist eine korrekt ausgefüllte Überweisung einer qualifizierten Ärztin oder eines qualifizierten Arztes. Auch private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten des Screenings in der Regel – bitte klären Sie im Zweifel die Kostenübernahme vorab kurz mit Ihrer privaten Krankenversicherung.
Informationen zu den formalen Anforderungen an die Überweisung sowie eine Überweisungs-Vorlage zum Download finden Sie in unserem Zuweiser-Bereich. Weiterführende Informationen: KBV – Lungenkrebs-Screening
Das Lungenkrebs-Screening wird am Standort in der Köpenicker Straße 29 in Königs Wusterhausen durchgeführt. Die Praxisräume befinden sich ebenerdig (Ebene 1) im Achenbach-Krankenhaus. Terminvergabe telefonisch oder über Doctolib.